Samstag, 18. April 2020

Teams und OneNote für die Schulklasse einrichten: Schritt für Schritt zum Schüler*innen-, Lehrer*innen- und Klassenportfolio

Vor der Corona-Krise haben wir den Begriff „Teams“ hauptsächlich mit Sport in Verbindung gebracht, heute denken wir an Videokonferenzen auf Microsoft Teams. Home-Office und Fernunterricht haben Microsoft zu Beginn der Corona-Pandemie jeden Tag ca. 2 Millionen neue User verschafft!

Class notebooks

Die grössten Stärken für den Klassenunterricht werden in Teams aber erst erkennbar, wenn man sich auf das integrierte OneNote in Form von Kursnotizbüchern (class notebooks) einlässt.
Hier nur einige Vorteile der OneNote-Kursnotizbücher:
➤ Plattformübergreifend für Windows, Mac OS, iOS, Android
➤ Volle Integration in die Office Suite (Word, Excel, Outlook, Powerpoint)
➤ Klarer Aufbau in drei Ebenen: Notizbuch – Abschnitt – Seite
➤ Freie und unbegrenzte Anordnung verschiedenster Medien auf jeder Seite
➤ Getrennte Räume für Schüler*innen, Lehrer*innen und Zusammenarbeit in Gruppen oder als ganze Klasse ("collaboration space"), mit automatisch zugeordneten Lese- und Schreibrechten
➤ Einblendung der Autor*innennamen mit Datum und Uhrzeit der letzten Änderung

Um die vielfältigen Verknüpfungen zwischen Teams und OneNote nutzen zu können, müssen die beiden verbunden sein. Dies werden sie automatisch, wenn beispielsweise OneNote-Kursnotizbücher in Teams erstellt werden.

Teams mit Kursnotizbuch einrichten

Hier zeige ich nun in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Teams und OneNote zum starken Team für den Klassenunterricht eingerichtet werden.

➤ Microsoft Teams im Sharepoint der Schule öffnen (https://bldsg.sharepoint.com/sites/cl...)
(Es empfiehlt sich, die Programme Teams und OneNote auch auf dem eigenen Computer zu installieren; mit etwas weniger Optionen und Komfort lässt sich aber auch mit den Online-Versionen arbeiten. Vor allem wenn die Synchronisation besonders schnell erfolgen soll, lohnt sich der Wechsel auf die Online-Version.)
➤ In Teams im Menü die Option Teams anwählen
➤ Unten links "Einem Team beitreten oder ein Team erstellen" wählen > Team erstellen
➤ Für die Zusammenarbeit mit einer Klasse empfiehlt sich die Option "Kurse"
➤ Eine kurze, eindeutige Bezeichnung für das Team wählen: z.B. Dt bLI 19 Bt (Fach, Klasse mit Eintrittsjahr, Lehrer*innenkürzel), optional eine Beschreibung eingeben, anschl. auf "Weiter", damit das Team erstellt wird
➤ Nun werden die Schüler*innennamen einzeln (oder allenfalls als Gruppe: z.B. CL03.KSBG-1bLI_2019) eingegeben, um sie in den Kurs aufzunehmen. Wichtig: Nur die im System vorhandenen, vorgeschlagenen und hier ausgewählten Namen oder Gruppen können als Kursteilnehmer*innen (bzw. Lehrpersonen) in das Team aufgenommen werden. Mit "Schliessen" abschliessen.
➤ Wenn man in Teams nun auf die Klasse tippt, erscheint darunter der Kanal "Allgemein". Im Reiter "Unterhaltungen" wird man nun eingeladen, das Kursnotizbuch einzurichten > Ein OneNote-Kursnotizbuch einrichten > Weiter
➤ Nun gilt es, die Schülernotizbücher einzurichten. Die bereits vorgegebenen Abschnittsbezeichnungen können hier geändert werden. Sie werden anschl. für jedes Schülernotizbuch so erstellt und können nachher nur noch einzeln in den Schülernotizbüchern geändert werden. Es lohnt sich also, gut zu überlegen, welche Struktur man hier vorgeben will.
z.B. Vorgabe der Abschnitte:
1bLI_Sem1
1bLI_Sem2
2bLI_Sem1
2bLI_Sem2
3bLI_Sem1
3bLI_Sem2
4bLI_Sem1
4bLI_Sem2
Fach_Notengebung
Klausuren_Aufsätze
Persönliche_Notizen
Verschiedenes
Microsoft empfiehlt hier kurze Abschnittsbezeichnungen (ein Wort oder zwei mit Unterstrich verbundene).
Damit später die Verteilung von Seiten in diese vorgegebenen Abschnitte funktioniert, dürfen diese Abschnittsbezeichnungen von den SuS nicht verändert werden! Die SuS können aber durchaus noch weitere Abschnitte selber hinzufügen.
➤ Mit "Erstellen" abschliessen; das Kursnotizbuch wird nun erstellt, was einige Minuten dauert.
➤ Was nun noch fehlt, ist eine Abschnittsgruppe, deren Abschnitte nur von der Lehrperson eingesehen und bearbeitet werden können (z.B. für die eigenen Stundennotizen, Notizen zur mündlichen Leistung der SuS oder Schülerfotos mit Namen).
➤ Dazu öffnet man nun das Kursnotizbuch: "Im Browser öffnen"
➤ Im geöffneten Kurznotizbuch wählt man den Reiter "Kursnotizbuch" und hier wiederum rechts neben der Option "Kursnotizbuch erstellen" (bei den 3 Punkten) "Notizbücher verwalten"
➤ In der Liste scrollt man zum betreffenden Kursnotizbuch und klickt auf "Abschnittsgruppe nur für Lehrer aktivieren". (Hier lässt sich auch der "collaboration space" vorübergehend sperren, falls man z.B. einen Zwischenstand einer Gruppenarbeit beurteilen möchte)
➤ Sobald das Kursnotizbuch erstellt ist, sollten die SuS eine entsprechende Einladung per Mail erhalten. Alternativ kann man ihnen auch später individuell den Link zum Kursnotizbuch mailen. Den Link dazu findet man ebenfalls in der Notizbuchverwaltung.
➤ Wenn man das Kursnotizbuch über diesen Link öffnet, wird es entweder im Browser oder direkt in der App bzw. im installierten Programm geöffnet. Das erstmalige Öffnen und Synchronisieren des Kursnotizbuchs kann einige Minuten dauern.
➤ Falls die SuS noch nicht mit dem Aufbau und den vielfältigen Funktionen eines Kursnotizbuchs vertraut sind, brauchen sie anfänglich einige Instruktionen, Orientierungen und etwas Einarbeitungszeit.
➤ In einem Sprachfach lässt sich der "collaboration space" auch prima für Peer-Feedback zu Texten nutzen, die im Unterricht geschrieben wurden. Dazu erstellt man z.B. im Platz zur Zusammenarbeit eine Abschnittsgruppe "Schreibübungen" und darin wiederum für jede(n) SchülerIn einen eigenen Abschnitt mit dem betreffenden Namen. Hier platzieren die SuS ihre selbst verfassten Texte und geben einander Feedback nach Anleitung.

Kursnotizbuch, geöffnet in Teams

Hier noch einmal alle Schritte in meiner Video-Anleitung auf YouTube:


Weitere Posts zu OneNote:
OneNote-Kursnotizbücher als Portfolio
OneNote-Synchronisierungsprobleme
OneNote-Kursnotizbücher exportieren (z.B. bei Schulaustritt)
Lösungen von Simon Knaus für den Fall, dass Microsoft demnächst innerhalb von Teams das Schreiben in OneNote-Notizbücher deaktivieren sollte:
Teams: künftig in OneNote-Notizbücher schreiben

Sonntag, 22. März 2020

Fernunterricht: Präsentation z.B. der Maturaarbeit mit Microsoft TEAMS (Videokonferenz)

Praxis-Tipp
In der gegenwärtigen Situation des Fernunterrichts werden viele Präsentationen mit Microsoft TEAMS durchgeführt. Mit der Funktion "Teilen des Bildschirms" kann z.B. eine Powerpoint-Präsentation gezeigt und live in einer Videokonferenz kommentiert werden. Gar nicht optimal ist allerdings dabei, dass der/die Präsentierende dann nur noch in einem Mini-Fensterchen zu sehen ist (siehe bei Pfeil im Bild 1):

Bild 1
Leider kann dieses Fensterchen in Teams nicht vergrössert werden, ohne dass die Präsentation verschwindet. Wünschenswert wäre doch eine Präsentation wie in Bild 2, mit deutlich grösserem Bild des/der Präsentierenden:
Bild 2
Auch das ist mit einem einzigen weiteren Programm neben TEAMS durchaus machbar. Dieses Programm ist entweder FaceTime oder Photo Booth (Mac) oder Kamera (Windows), die alle schon im Betriebssystem enthalten sind.
Und das geht so (aus der Sicht des/der Präsentierenden):

1. Zunächst wird die Präsentation (z.B. Powerpoint, PREZI, Sway) gestartet, dann zusätzlich ein Programm, das die Kamera für die Selbstaufnahme aktiviert, z.B. FaceTime oder Photo Booth (Mac) oder Kamera (Windows: Start > Kamera), und dann TEAMS. (Falls beim Starten der Kamera die Meldung erscheint, dass die Kamera schon von einem anderen Programm benutzt werde, deaktiviert man auf TEAMS die Kamera.) Eine Alternative für die Selbstaufnahme auf dem Mac ist auch QuickTime (> Ablage > neue Video-Aufnahme); wobei in den Systemeinstellungen bei Sicherheit > Kamera diese für QuickTime aktiviert werden muss.

2. In TEAMS tritt man dann der Videokonferenz bei, zu der man z.B. von der Lehrperson eingeladen worden ist. Sobald alle Teilnehmer dabei sind, wählt der/die Präsentierende die Funktion "Bildschirm teilen"…

… und dann die Option ganz links "Desktop/gesamter Bildschirm" übertragen, also z.B. nicht die Option "Powerpoint".

3. Nun richtet der/die Präsentierende seinen Desktop so ein, dass auf der einen Seite die Präsentation zu sehen ist und auf der anderen Seite gross das Selbstbild der Kamera (siehe oben Bild 2). Jetzt kann die Präsentation beginnen. Zu empfehlen ist auf jeden Fall, die Präsentation im Stehen zu halten, das erzeugt viel besser die nötige Spannung und Haltung als im Sitzen.

Zusatz zu Powerpoint
Die Präsentierenden sollten aber bei der oben beschriebenen Lösung darauf achten, dass sie in Powerpoint im Menüpunkt "Bildschirmpräsentation" > Bildschirmpräsentation einrichten > Art der Präsentation > Ansicht durch ein Individuum/eine Einzelperson (Fenster) auswählen, also nicht die volle Bildschirmgrösse (=Standardeinstellung), weil sonst eben der ganze Bildschirm gefüllt wird und das Bild mit dem/der Präsentierenden nicht mehr sichtbar ist.

Die oben beschriebene Lösung funktioniert, allerdings nur auf Laptop, PC, Mac; nicht auf dem iPad. Auf dem iPad funktioniert aber auch die einfache Lösung mit dem kleinen Bild des/der Präsentierenden (siehe Bild 1).

Aufnahme einer Präsentation
Falls man die Präsentation später nochmals betrachten will, ist auch eine Aufnahme möglich. Dies stellt man zu Beginn ein, wenn man zur Videokonferenz einlädt. Allerdings wird diese Option der Aufzeichnung auf einem Mac nur angeboten, wenn man in Teams zu "Kalender" geht, dort auf "Jetzt besprechen" und die gewünschten Teilnehmer*innen zur Konferenz einlädt.

Link zum Crashkurs MS Teams von Phil Stangl (Teil 4: Besprechungen) Die Option der Aufnahme ("Aufzeichnung beginnen") wird im Video bei 1:13 gezeigt.
Es versteht sich von selbst, dass dafür zuerst das Einverständnis aller Teilnehmer*innen an der Videokonferenz eingeholt werden muss. Die Aufnahme kann nachher auf TEAMS auch wieder gelöscht werden.

Weitere Teile des Crashkurses MS Teams von Phil Stangl:
Anlegen eines Teams
Kommunikation in Teams
Dateiablage
Aufgabenmanagement
Teams aus Schüler*innensicht
Privater Chat

Die offizielle Microsoft-Videoschulung für TEAMS



Mittwoch, 8. Januar 2020

OneNote-Notizbücher: anhaltende Probleme beim Synchronisieren

Die Weihnachtszeit hat vielen OneNote-Nutzern an Schweizer Schulen – und das dürften beim verbreiteten Office365 inzwischen tausende sein – eine weniger frohe Überraschung beschert: Seither lassen sich die meisten OneNote-Notizbücher nämlich nicht mehr synchronisieren. Folgt man der Aufforderung, das Notizbuch zu synchronisieren, versucht OneNote das Notizbuch zu schliessen; was aber meist fehlschlägt – und damit auch die Synchronisierung. Als Fehlercode wird beispielsweise E000006C cig68 angegeben. Dieses Problem tauchte bei mir auf allen Geräten (PC, Mac, iPad) bei allen OneNote-Notizbüchern gleichermassen auf.

Ursache?
Wie ich erfahren habe, soll Microsoft Ende letzten Jahres die Daten auf “OneDrive for Business“ von Irland in die Schweiz migriert haben. Somit könnten womöglich die Neuadressierungen der Daten für die Server in der Schweiz die Synchronisierungsprobleme verursacht haben.

Lösungen
Auf PCs und Macs dürfte es in den meisten Fällen genügen, OneNote zu schliessen, auf Word zu wechseln, sich dort in den Einstellungen vom Schulkonto abzumelden, OneNote aufzustarten und sich wieder im abgemeldeten Konto anzumelden, um das Synchronisieren in Gang zu setzen.

iPad
Dieses Vorgehen ist aber auf iPads weniger erfolgreich. Es empfiehlt sich hier, zunächst einmal im Sharepoint der Schule auf “OneDrive for Business“ das entsprechende Notizbuch aufzusuchen und zu starten. In OneNote online sollte das Notizbuch weiterhin verwendbar sein. Da wird auch die Option “In der App öffnen“ angeboten. Geht man diesen Weg, erfolgt aber meist immer noch keine Synchronisierung.

Das wird aber folgendermassen erreicht: In der Liste der geöffneten Notizbücher (Spalte links in OneNote) tippt man auf das entsprechende Notizbuch und bleibt einige Sekunden darauf. Unten links erscheint nun das Icon mit einem Minuszeichen für das “harte Schliessen“ des Notizbuchs, das man antippt.


Es folgt dann der Hinweis, dass die noch nicht synchronisierten Inhalte in einen automatisch erstellten Abschnitt “Falsch eingefügte Abschnitte“ provisorisch abgespeichert werden. Hier wählt man anschliessend die Option “Trotzdem Schliessen“. Darauf wird das Notizbuch geschlossen und der besagte Abschnitt automatisch erstellt.

Notizbuch wieder öffnen und synchronisieren
Wiederum in der Liste der geöffneten Notizbücher (Spalte links in OneNote) erscheint ganz am Ende “Weitere Notizbücher“; über diese Option gelangt man zu den auf OneDrive gespeicherten Notizbüchern und kann so das gewünschte Notizbuch wieder öffnen. Dieses Öffnen stösst auch gleich das Synchronisieren an, bei dem die Inhalte des Abschnitts “Falsch eingefügte Abschnitte“ automatisch wieder ins Notizbuch integriert werden. Viel Erfolg!




Sonntag, 3. März 2019

3. International Tablet Days in Rorschach (CH) am Fr/Sa 17. – 18. Mai 2019

Nach zwei erfolgreichen, ausverkauften Tablet Days findet bereits die dritte Auflage im Würth Haus in Rorschach am Bodensee statt. Im Moment dürften nur noch letzte Tickets erhältlich sein (Zwei-Tages-Pass: CHF 99.-).
Der prächtige Tagungsort am Drei-Länder-Eck und die initiativen Organisatoren locken auch dieses Jahr TeilnehmerInnen aus ganz Europa zu einem Stelldichein der besonderen Art: ein Muss für alle am Unterricht mit Tablets Interessierte.

Inspirierende Keynotes, 90 praxisorientierte Workshops und innovative Aussteller (Hardware, Software, Verlage) bieten ein hochkarätiges Programm mit internationalem Knowhow. Beispielsweise wiederum mit dem begeisternden Andrew Jewell (auf Twitter), dem Schweizer Keynote-Speaker Roger Spindler und Adriane Langela-Bickenbach, deren GLAS-Konzept für digitale Begegnungen internationaler Lernender (z.B. mittels Videokonferenzen) 2018 mit dem 1. Platz des Deutschen Lehrerpreises (Unterricht innovativ) ausgezeichnet wurde.

Trainer und Speaker
Impressionen Tablet Days 2018

Sonntag, 20. Januar 2019

OneNote-Notizbücher vor Austritt aus OneDrive for Business (z.B. Schul-Office 365) exportieren

Ein Bedürfnis vieler Schulangehöriger, die mit dem Schulaustritt die Mitgliedschaft bei OneDrive for Business verlieren und somit den Zugriff auf die dort gespeicherten OneNote-Kursnotizbücher: Die OneNote-Notizbücher würde man gerne "mitnehmen", schliesslich hat man dort vieles auch selbst erstellt.
Dazu gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst, höflich formuliert: Microsoft scheint das Verschieben oder Kopieren ganzer Notizbücher von einem Business-Microsoft-Konto zu einem privaten Microsoft-Konto nicht gerade leicht machen zu wollen. Obwohl dieser Wunsch verbreitet und entsprechende Verbesserungen seit Jahren gefordert werden, tut sich in dieser Sache fast gar nichts; selbst auf Windows-PCs geht es nur umständlich mit Exportieren und Importieren.
Die gute: Auf Windows-PCs können so immerhin ganze Notizbücher gesichert werden (siehe Anleitung).
Auch auf Macs oder iPads können Inhalte vom Business-Konto zum privaten kopiert oder verschoben werden, allerdings nur Abschnitte und Seiten, nicht ganze Notizbücher.
Das nachfolgend beschriebene Vorgehen beim Kopieren eignet sich natürlich auch als Backup für zwischendurch, nicht erst als Feuerwehrübung kurz vor dem Austritt aus dem Office 365 der Schule:

  1. Benötigt wird ein privates Microsoft-Konto, das man hier kostenlos erstellen kann. Dabei erhält man eine Microsoft-Mailadresse und 5 GB Speicherplatz, was für mehrere grössere Notizbücher etwas knapp werden könnte. Ist dies zu wenig Speicherplatz, kann man mit einem kostenpflichtigen Abo mehr dazukaufen oder die Notizbücher mit OneNote 2016 auf einem Windows-PC local auf die Festplatte oder auf einen USB-Speicherstick speichern (siehe Anleitung).
  2. Man meldet sich auf Mac oder iPad neben dem Schulkonto auch auf dem privaten Konto an.
  3. Im privaten Konto erstellt man ein Notizbuch, z.B. mit der Bezeichnung "Importe Schule".
  4. Nun kopiert man die gewünschten Abschnitte vom Schulkonto in dieses eben erstellte private Notizbuch.
Möchte man OneNote-Inhalte in andere Formate (DOC, DOCX, PDF) exportieren, ist man gezwungen, OneNote 2016 auf Windows zu nutzen. Das Vorgehen wird hier beschrieben.

Wie man ein Sicherheits-Backup eines Notizbuches in einen neuen Ordner (z.B. mit der Bezeichnung "Backup") auf OneDrive erstellt, erklärt Blogger Stefan Wischner in diesem Kurzvideo.

Dieser frühere Post über OneNote-Kursnotizbücher (class notebooks) könnte Sie auch interessieren.

Samstag, 12. Januar 2019

Backchannels als Kommunikationsplattform im Unterricht: Beispiele

Ein sog. Backchannel ist eine Kommunikationsplattform, die als Vorbereitung oder Begleitung des Unterrichts genutzt wird. Backchannels fördern die schriftliche Sprachkompetenz und ermöglichen auch jenen SchülerInnen, die nur ungern mündlich mitarbeiten, aktiv zu werden und sich schriftlich einzubringen. So können mündliche und schriftliche Kommunikation parallel stattfinden.

Dazu erstellt man einen Backchannel, dem alle beitreten und in dem alle posten können. Je nach Online-Plattform, die man einsetzt, kann auch gevotet werden (www.dotstorming.com).

Eine der bekanntesten Plattformen, die als Backchannel eingesetzt werden kann, ist Padlet, das ich schon früher einmal in einem Post vorgestellt habe. Padlet-Post

Ganz ähnliche Möglichkeiten bietet https://dotstorming.com. Bei vielen Teilnehmern und vielen Beiträgen ist es etwas übersichtlicher als Padlet. Ausserdem bietet diese Plattform einen Chat-Bereich und es besteht die Möglichkeit, für die Posts zu voten; anschliessend können die Posts mit einem Klick in der Rangfolge des Votings angeordnet werden: sehr praktisch, auch bei Auswahlverfahren oder Priorisierungen.

Dieses Tutorial mit Anwendungsbeispielen (engl.) macht die einfache, aber praktische Funktionalität anschaulich.

GoSoapBox.com ist eine Quiz-, Abstimmungs- und Diskussionsplattform, die auf Tablets, PCs, Macs und Smartphones genutzt werden kann. Bis zu 30 Teilnehmer ist GoSoapBox kostenlos, das sollte für die meisten Regelklassen ausreichen.

Das Erstellen der einzelnen Werkzeuge ist sehr einfach. Hat man einmal einzelne Quizzes, Polls oder Diskussionen als sog. Event für eine Klasse erstellt, kann man sie mit einem Klick aktivieren oder deaktivieren. Auch das Kopieren von Elementen von einer Klasse zur andern ist leicht machbar. Das Tool "Social Q&A" ermöglicht es auch SchülerInnen, Fragen zu stellen und hier an einem Voting teilzunehmen.

Selbst mit einem Smartphone kann man problemlos an einem GoSoapBox-Event teilnehmen:



Auf www.theteachingspace.com werden weitere Backchannels (z.B. AnswerGarden, Backchannel Chat und Twitter) vorgestellt.



Samstag, 24. November 2018

Rechtschreibprüfung in WORD auf dem iPad (iOS)

Die WORD-App für das iPad bietet auch diverse Schreib- oder Korrekturhilfen. Schreibt man auf der Touch-Tastatur, erscheinen direkt über der Tastatur Wortvorschläge; allerdings nur, wenn in den Einstellungen (> Allgemein > Tastatur) Vorschläge und allenfalls auch Auto-Korrektur eingeschaltet ist.

Die Rechtschreibprüfung, die ebenfalls in den Einstellungen aktiviert werden kann, ist aber eher rudimentär und sogar weniger tauglich als auf dem iPhone. Ärgerlich ist (aus Schweizer Sicht), dass die Korrekturhilfe Deutsch (Schweiz) gar nicht funktioniert, obwohl die Option ja angeboten wird!

Besser funktioniert die Einstellung, wenn man auf Deutsch (Deutschland) umstellt; z.T. aber auch nur dann, wenn man die Rechtschreibprüfung manuell auslöst, d.h. den Text kurz "nach unten zieht". Die Umstellung auf Deutsch (Deutschland) kann über das Menü Überprüfen beim Icon ABC (Korrekturhilfen) vorgenommen werden. Da diese Änderung oft sehr schnell wieder automatisch rückgängig gemacht wird, empfiehlt sich eine kurze Nachkontrolle, ob die Rechtschreibprüfung auch wirklich funktioniert, z.B. mit dem bewusst falsch geschriebenen Wort "unss".

Ist der Text fertig geschrieben, markiert man am besten den ganzen Text und stellt dann nochmals auf Deutsch (Deutschland), falls diese Einstellung vorher dauernd wieder rückgängig gemacht wurde.

Die Einstellung Deutsch (Deutschland) hat aber auch zur Folge, dass das in der Schweiz nicht verwendete Eszett (ß) standardmässig vorgeschlagen und allenfalls übernommen wird. Also: Strasse wird zu Straße.

Erfreulich: Die Rechtschreibprüfung (Korrekturhilfe) funktioniert auch offline (z.B. im Flugmodus bei Aufsätzen).

Eine eigene, genaue Durchsicht des Textes ist aber unerlässlich, denn die automatische Rechtschreibprüfung erfasst längst nicht alle Fehler. Falsche oder fehlende Zeichensetzungen (z.B. Kommas) werden genauso wenig angezeigt wie beispielsweise die falschen Schreibungen im folgenden Satz:
"Ich weis das die Rechtschreibprüfung dum isst und ich selben kontrolliert musste."

Samstag, 10. November 2018

Freie Bilder aus dem Internet: gewusst woher!

Schöne und passende Bilder oder Fotos hat man im Internet schnell gefunden. Aber möchte man sie für eigene Zwecke verwenden, bearbeiten und im World Wide Web veröffentlichen, sind die entsprechenden Urheberrechte zu beachten. Setzt man sich einfach darüber hinweg, landet man schnell in der Fotofalle und hat Anwälte am Hals.
Wie die Inhaberin eines Musikgeschäfts, die ihre Lehrtochter Bilder von Google auf die Homepage des Geschäfts laden liess. Darauf meldete sich ein Anwalt, um eine Entschädigung für die Urheberrechte seines Klienten einzufordern. Gemäss eines Berichtes des "Beobachters" musste die Inhaberin des Musikgeschäfts für fünf verwendete Bilder total 15'000 Euro bezahlen.

Das Schweizer Urheberrecht schützt Inhalte im Internet – etwa Fotos –, wenn eine individuelle, geistige Schöpfung vorliegt. Solche Inhalte dürfen ohne Zustimmung des Urhebers nicht öffentlich verbreitet werden. ­Zulässig ist nur die Nutzung für den Eigengebrauch, etwa als Bildschirmhintergrund. Aber wenn man beispielsweise für eine Website – sie gilt als öffentlich – ein fremdes Bild verwendet, verstösst man evtl. gegen das Urheberrecht des Foto­grafen und handelt damit illegal.

Auf Google lässt sich die "Erweiterte Bildersuche" dazu verwenden, Bilder nach Nutzungsrechten zu filtern. Will man die Bilder frei verwenden, nicht kommerziell nutzen, aber verändern, wählt man die Option "frei zu nutzen, weiterzugeben oder zu verändern." Nach diesem Filtern fällt die Ausbeute aber meist recht mager aus.

Deshalb seien hier auch einige Portale empfohlen, die qualitativ gute Bilder kostenlos zur Verfügung stellen. Zu beachten sind aber auch dort die jeweiligen Nutzungsrechte. Auch wenn man diese ­Bilder lizenzfrei und gratis nutzen darf, muss man in manchen Fällen die Quelle angeben.

Mit Creative Commons (CC) können Urheber von Fotos, Videos, Musik, Texten, Gedichten, Kunstwerken usw. in wenigen Klicks Lizenzen für die Weiterverwendung ihrer Werke erstellen.
Drei Beispiele von CC-Lizenzen:


nur Name (Urheber) muss genannt werden

Name muss genannt werden, keine kommerzielle Nutzung erlaubt


Public domain: freie Verwendung, keine Auflagen
Auf CreativeCommons kann nach Bildern gesucht werden, die eine bestimmte CC-Lizenz haben.

www.pixabay.com ist eine internationale Bilddatenbank mit mehr als 1 Mio. gemeinfreien Fotos, Illustrationen und Videos. Die Bilder dürfen kopiert, verändert, verbreitet und auch zu kommerziellen Zwecken verwendet werden.



Foto von PEXELS

Alle Fotos auf Pexels können kostenlos für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke verwendet werden. Eine Namensnennung ist nicht erforderlich. Die Fotos dürfen auch bearbeitet werden.

Wikimedia Commons stellt eine Sammlung von über 50 Mio. (unter Bedingungen) frei verwendbaren Mediendateien (Bilder, Töne, Filme) zur Verfügung. Bei jeder Datei ist am Ende die Creative-Commons-Lizenz genau angegeben. Wikimedia Deutschland stellt einen Lizenzhinweis-Generator zur Verfügung, wenn man Bilder von Wikipedia oder Wikimedia-Commons nicht nur privat nutzen möchte. Dieser Generator soll dabei helfen, Bilder einfach und rechtssicher nachzunutzen.


Es kann natürlich auch von Interesse sein, in Erfahrung zu bringen, wo ein bestimmtes Bild bereits im Internet publiziert wurde. Die geniale Lösung dafür ist tineye.com. Damit lässt sich nicht nur die älteste Veröffentlichung eines Bildes finden, sondern auch die grösste Datei bzw. Auflösung.

Sonntag, 12. August 2018

Text aus PDF und Bildern auslesen

Bei PDFs gilt es zuerst herauszufinden, ob Text markiert werden kann. Ist dies nämlich der Fall, lässt sich der Text ganz einfach mit Copy&Paste entnehmen und anderswo einsetzen und bearbeiten; sofern kein Kopierschutz vorhanden ist.

Handelt es sich aber beispielsweise um einen gescannten Text oder um ein Bild mit Text, muss der enthaltene Text mit einer OCR-Software (optical character recognition) extrahiert werden.

Mittlerweile gibt es solche Tools auch online, wo man das PDF hochladen und den Text auslesen lassen kann.

Mit dem Free Online OCR lassen sich neben PDFs auch andere Dateiformate wir JPEG, PNG, GIF, BMP oder TIFF auslesen. Zuerst lädt man die Datei hoch, wählt anschliessend die Zielsprache und grenzt den auszulesenden Bereich ein. Schliesslich führt ein Klick auf den Button "OCR" zum Extrahieren des Textes, der dann gleich unten in einem Fenster angezeigt wird. Und von da geht es dann wieder mit Copy&Paste weiter.

Eine Alternative ist Free OCR API and Online OCR, wobei hier ein Limit für die Dateigrösse (5MB) gilt. Auch beim KOSTENLOSEN ONLINE OCR SERVICE gibt es eine Begrenzung: 15 MB.

Wer das Office-Paket von Microsoft nutzt, braucht keine weitere Software, um Text aus PDFs auszulesen. Hier kommt OneNote zum Einsatz. Ist das PDF als Ausdruck nach OneNote übertragen, gelangt man über das Kontext-Menü zum Auslesen des Textes. Wobei hier nicht wie beim Free Online OCR ein eingegrenzter Bereich bestimmt werden kann.