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Sonntag, 3. März 2019

3. International Tablet Days in Rorschach (CH) am Fr/Sa 17. – 18. Mai 2019

Nach zwei erfolgreichen, ausverkauften Tablet Days findet bereits die dritte Auflage im Würth Haus in Rorschach am Bodensee statt. Im Moment dürften nur noch letzte Tickets erhältlich sein (Zwei-Tages-Pass: CHF 99.-).
Der prächtige Tagungsort am Drei-Länder-Eck und die initiativen Organisatoren locken auch dieses Jahr TeilnehmerInnen aus ganz Europa zu einem Stelldichein der besonderen Art: ein Muss für alle am Unterricht mit Tablets Interessierte.

Inspirierende Keynotes, 90 praxisorientierte Workshops und innovative Aussteller (Hardware, Software, Verlage) bieten ein hochkarätiges Programm mit internationalem Knowhow. Beispielsweise wiederum mit dem begeisternden Andrew Jewell (auf Twitter), dem Schweizer Keynote-Speaker Roger Spindler und Adriane Langela-Bickenbach, deren GLAS-Konzept für digitale Begegnungen internationaler Lernender (z.B. mittels Videokonferenzen) 2018 mit dem 1. Platz des Deutschen Lehrerpreises (Unterricht innovativ) ausgezeichnet wurde.

Trainer und Speaker
Impressionen Tablet Days 2018

Samstag, 12. Januar 2019

Backchannels als Kommunikationsplattform im Unterricht: Beispiele

Ein sog. Backchannel ist eine Kommunikationsplattform, die als Vorbereitung oder Begleitung des Unterrichts genutzt wird. Backchannels fördern die schriftliche Sprachkompetenz und ermöglichen auch jenen SchülerInnen, die nur ungern mündlich mitarbeiten, aktiv zu werden und sich schriftlich einzubringen. So können mündliche und schriftliche Kommunikation parallel stattfinden.

Dazu erstellt man einen Backchannel, dem alle beitreten und in dem alle posten können. Je nach Online-Plattform, die man einsetzt, kann auch gevotet werden (www.dotstorming.com).

Eine der bekanntesten Plattformen, die als Backchannel eingesetzt werden kann, ist Padlet, das ich schon früher einmal in einem Post vorgestellt habe. Padlet-Post

Ganz ähnliche Möglichkeiten bietet https://dotstorming.com. Bei vielen Teilnehmern und vielen Beiträgen ist es etwas übersichtlicher als Padlet. Ausserdem bietet diese Plattform einen Chat-Bereich und es besteht die Möglichkeit, für die Posts zu voten; anschliessend können die Posts mit einem Klick in der Rangfolge des Votings angeordnet werden: sehr praktisch, auch bei Auswahlverfahren oder Priorisierungen.

Dieses Tutorial mit Anwendungsbeispielen (engl.) macht die einfache, aber praktische Funktionalität anschaulich.

GoSoapBox.com ist eine Quiz-, Abstimmungs- und Diskussionsplattform, die auf Tablets, PCs, Macs und Smartphones genutzt werden kann. Bis zu 30 Teilnehmer ist GoSoapBox kostenlos, das sollte für die meisten Regelklassen ausreichen.

Das Erstellen der einzelnen Werkzeuge ist sehr einfach. Hat man einmal einzelne Quizzes, Polls oder Diskussionen als sog. Event für eine Klasse erstellt, kann man sie mit einem Klick aktivieren oder deaktivieren. Auch das Kopieren von Elementen von einer Klasse zur andern ist leicht machbar. Das Tool "Social Q&A" ermöglicht es auch SchülerInnen, Fragen zu stellen und hier an einem Voting teilzunehmen.

Selbst mit einem Smartphone kann man problemlos an einem GoSoapBox-Event teilnehmen:



Auf www.theteachingspace.com werden weitere Backchannels (z.B. AnswerGarden, Backchannel Chat und Twitter) vorgestellt.



Sonntag, 17. Dezember 2017

International Tablet Days 2018 in Rorschach (Schweiz)

Für zwei Frühlingstage, vom 27. bis 28. April 2018, wird Rorschach wieder zum Zentrum aller, die sich für die vielfältigen neuen Möglichkeiten von Tablets in Unterricht und Bildung interessieren.

Nach dem grossen Erfolg 2017 (Erfahrungsbericht) finden die International Tablet Days das zweite Mal im Würth-Haus in Rorschach am Bodensee statt.
An diesem attraktiven Tagungsort vermitteln Experten und Trainer aus ganz Europa in hochkarätigen Referaten und dutzenden spannenden Workshops ihr Wissen und Können.

Das gemeinsame Abendessen am Freitag lädt nicht nur zu Gaumenfreuden ein, sondern auch zum Gedankenaustausch und Knüpfen von länderübergreifenden Kontakten.

Hier können Tickets für die International Tablet Days bestellt werden: eventbrite.de
Die 300 Tickets dürften schnell ausverkauft sein.



Sonntag, 3. Dezember 2017

Orthografietrainer.net: ein Rechtschreibportal mit Kompetenztests und adaptiven Übungen

Orthografietrainer.net ist ein kostenloses, professionelles Rechtschreibportal mit über 4000 Übungssätzen und bereits über 400'000 registrierten Nutzern, das
  • - den Übenden Tests und angepasstes, personalisiertes Trainieren ermöglicht,
  • - mit Hilfe der gesammelten Daten wissenschaftlich-empirische Studien zum Rechtschreiberwerb durchführt und
  • - den Lehrpersonen Korrekturarbeit abnimmt.

Bei den Kompetenztests berechnet Orthografietrainer.net für jeden der ausgewählten Bereiche der Orthografie (Laute und Buchstaben, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung) einen Kompetenzwert, die Prozentzahl der richtig gelösten Aufgaben und die Häufigkeit der Fehler in ganz bestimmten Regelbereichen (z.B. "Dehnungs-h" oder "Substantivierungen" oder "Kommas bei Aufzählungen" etc.).

Diese berechneten Werte können für jeden Schüler einzeln oder im Klassendurchschnitt betrachtet werden. Darüber hinaus kann eingesehen werden, welche Übungsaufgaben nach den Tests automatisch für die Lernenden eingetragen werden und ob der Test zu leicht, zu schwer oder angemessen war.




Alle Daten sind sowohl als Diagramm als auch in tabellarischer Form abrufbar. Man kann auch weiter ins Detail gehen und jeden einzelnen Übungssatz jedes Schülers einsehen oder auswerten. Ein Überblick, welche Fehlerarten pro Klasse am meisten gemacht wurden, kann einen Hinweis geben, für welches orthografische Teilproblem die Thematisierung im Unterricht angebracht wäre.

Vorgehen beim Erstellen der Login-Daten (für LehrerInnen und SchülerInnen)
    1. Erstellen Sie ein eigenes Login. Als Loginname können Sie z.B. Ihr Lehrerkürzel verwenden.
    2. Sie erstellen eine neue Klasse.
    3. Sie tragen dann alle SchülerInnen der Klasse ein. Z.B. halbanonymisiert: Muster, Max erhält den Loginnamen MuMa. Die entsprechende Klassenliste erstellt man als Excel-Tabelle und importiert dann die Daten.
    4. Nun kann für die Klasse ein Kompetenztest ausgewählt und zugewiesen werden.
    Vorgehen beim Zuweisen eines Kompetenztests
    1. Sie melden sich selbst an.
    2. Sie melden Ihre Klasse an.
    3. Sie wählen einen oder mehrere Kompetenztests aus.
    4. Orthografietrainer führt die Tests mit den Schülern durch und misst Kompetenz, Fehleranzahl und Fehlerschwerpunkte.
    5. Das Programm gibt jedem Schüler automatisch passende Aufgaben und testet regelmäßig die Kompetenzentwicklung.
    6. Sie haben jederzeit volle Kontrolle über die Testergebnisse, die Aufgabeneinträge und -erledigungen.


    Individuelles Training zwischen den Kompetenztests
    Nach dem Vortest werden aufgrund der Ergebnisse passende Übungen zu jeder Fehlerkategorie automatisch eingetragen und dem Übenden aufgelistet. Je weniger Fehler man in einem Test macht, desto weniger Übungen werden aufgegeben. Sind alle eingetragenen Übungen durchgearbeitet, folgt der Zwischentest. Dann folgt noch einmal eine Übungsphase bis zum Nachtest. Diese adaptive Übungsanlage ermöglicht über das individuelle Training hinaus sogar ein personalisiertes.




    Zugang als Gast
    Möchte man als Gast - nicht als SchlülerIn in einer durch eine Lehrperson administrierten Klasse - selbständig Übungen machen, empfiehlt sich das Login für Gäste. Dieses kann man selbst anlegen. Der persönliche Zugang ist nötig, um das Angebot uneingeschränkt verwenden zu können und die verschiedenen Auswertungen zu erhalten. So kann beispielsweise gezielt auf entsprechende Tests in der Schule trainiert werden.

    Dieser Zugang kann aber auch von einer Lehrperson benutzt werden, um sich einen Einblick aus Schülerperspektive zu verschaffen.

    Das umfangreiche Portal, von dem hier nur einige Teile dargestellt sind, wird betrieben von PD Dr. Hans G. Müller vom Institut für Germanistik der Uni Potsdam. Ein wissenschaftlicher Zweck des Portals ist die Sammlung von Daten zu Fehlerhäufigkeiten typischer orthografischer Probleme.





    Dienstag, 29. August 2017

    Flipboard: eigene Dokumente integrieren


    Flipboard ist eine kostenlose soziale Nachrichten-App für Android, iOS, Windows Phone und Windows. Sie sammelt Inhalte von sozialen Medien und anderen Webseiten.

    Somit wird Flipboard auch ein soziales Nachrichten-Magazin, mit dem man Internetinhalte sammeln, speichern, im Hochglanz-Zeitschriften-Layout präsentieren und mit anderen teilen kann.

    Auf Flipboard als persönlichem Magazin kann man, neben interessanten Magazinen, auch Themen und Personen folgen, die einem wichtig sind.
    Es ist ein Tool für das Kuratieren von Inhalten und damit ein Baustein für die Selbstorganisation und das persönliche Wissensmanagement.

    Flipboard verlinkt zu Webseiten auf Servern, das bedeutet, dass nur Dokumente, die in der Cloud auf Servern gespeichert sind, in die Flipboard-Magazine integriert werden können.

    Neuerdings kann man zwar einfache Texteinträge direkt selber ins Magazin schreiben, allerdings ohne irgendwelche Formatierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Das sieht dann z.B. so aus:


    Falls man nun ein eigenes, formatiertes Dokument ins Magazin aufnehmen möchte, gibt es folgende Möglichkeit:

    1. Text z.B. in Word verfassen
    2. Text-Datei in PDF umwandeln
    3. PDF-Datei auf Google-Drive hochladen
    4. PDF-Datei auf Google-Drive aufrufen
    5. Rechts oben (3 Punkte) Freigabelink abrufen
    6. Freigabelink in Browser eingeben
    7. Mittels Flip-it (Bookmarklet) in ein Flipboard-Magazin posten




    Möchte man nur ein Bild (z.B. Foto) posten, mailt man es zunächst einfach auf das iPad. Man kann dann auf das Bild in der Mail tippen und es so ins Flipboard-Magazin flippen. Dort kann übrigens jedes Bild auch zum Titelbild (Cover) des Magazins gemacht werden. Dazu auf das gewünschte Bild tippen und über das Export-Menü die Option "Als Cover übernehmen" anwählen.


    Flipboard Grundlagen (Post auf Web2-Unterricht)
    Flipboard im Unterricht (Post auf Web2-Unterricht)

    Dienstag, 22. August 2017

    OneNote Class Notebooks: Kursnotizbücher als Lehrer- und Schülerportfolio

    OneNote ist wie Word und Excel ein Bestandteil von Office 365. Für die Schulen ist OneNote vor allem seit der Erweiterung OneNote Class Notebook interessant geworden. Ein OneNote-Kursnotizbuch unterstützt die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler in der Unterrichtsorganisation, dem Materialaustausch, der Zusammenarbeit und der Kommunikation.



    Beim Erstellen eines Kursnotizbuchs können verschiedene Arbeitsbereiche festgelegt werden, wobei die Zuteilung der Rechte automatisch erfolgt. Dabei werden vier Bereiche unterschieden.
    Hier ein Beispiel für die Einsatzmöglichkeiten dieser vier Bereiche:



    Lehrerperspektive (mit entsprechenden Rechten)


    Schülerperspektive (mit entsprechenden Rechten)




    Obwohl OneNote für Windows den deutlich grössten Funktionsumfang hat, bemüht sich Microsoft in letzter Zeit, auch die Mac-Version nach und nach besser auszustatten. Neuste Erweiterung: mehrere Fenster können gleichzeitig geöffnet werden. Das ist ein Meilenstein für das produktive Arbeiten, gerade bei Kursnotizbüchern in mehreren Klassen.

    Freitag, 7. Juli 2017

    Apple Classroom 2.0

    Kürzlich habe ich in einer Klasse einige Tests mit der verbesserten App Classroom 2.0 durchgeführt.



    Hier die ersten Erkenntnisse:
    - Classroom 2.0 läuft nur auf iPads, die mind. iOS 10.3 installiert haben.
    - Dadurch, dass permanent WLAN und Bluetooth aktiviert sein müssen, verbraucht die App viel Akku. Also ist an einen ganztägigen Einsatz kaum zu denken.

    Fazit:
    Classroom 2.0 ist vielversprechend überarbeitet worden. Die App eignet sich dafür, eine bestimmte App (z.B. Taschenrechner) für alle SuS der Klasse als geschlossen einzurichten; d.h. die SuS können dann nur noch auf diese App und keine andere zugreifen. Dies kann sehr schnell (viel schneller als im geführten Modus) eingerichtet werden.

    Für einen echten Prüfungsmodus reichen die derzeitigen Einstellungen, die man vornehmen kann, noch nicht aus. Denn sowohl WLAN wie auch Bluetooth müssen permanent aktiviert sein. Das bedeutet, dass man aus einer geschlossenen App heraus (z.B. Word) auf einen Cloud-Speicher (z.B. OneDrive) zugreifen kann. Bei Störungen des WLANs kann zudem die Verbindung plötzlich abbrechen. Zudem kann nur eine App auf einmal geschlossen betrieben werden.

    Hier gilt es in den nächsten Monaten die Updates abzuwarten.

    Dienstag, 2. Mai 2017

    Internationale Tablet Days 16.-17. Juni 2017



    Während zwei Tagen wird im Würth Haus in Rorschach am Bodensee von internationalen Fachleuten präsentiert, was mit Tablets im Bildungsbereich alles möglich ist. Auf dem Programm stehen hochkarätige Referate und Workshops für die Praxis. Und all dies an einem traumhaft gelegenen Tagungsort.
    Genauere Angaben unter
    http://tabletdays.eu

    Donnerstag, 16. März 2017

    Digitale Technologien und Lernmotivation: eine Umfrage (2016)

    82 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sind mit digitalen Techniken motivierter Neues zu lernen. 

    Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Umfrage „Zukunfts-Monitor“. Bei den 20- bis 29-Jährigen und auch bei den 30- bis 39-Jährigen liegt der Wert bei 66 Prozent.
     

    Link zur Umfrage: Post auf www.tablet-in-der-schule.de

    Bei der Studie haben 1.064 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über 30 Fragen zum Thema „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“ beantwortet. Die jüngsten Befragten waren 14 Jahre, die/der älteste Befragte 95 Jahre alt. Die repräsentative Umfrage zum Thema „Lehren, Lernen und Leben in der digitalen Welt“ wurde vom deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid zwischen dem 5. und dem 15. August 2016 durchgeführt.

    Mittwoch, 7. Dezember 2016

    Philosophie in Kurzfilmen

    Die Philosophie stellt die grossen Fragen des Lebens. Gut gemachte philosophische Kurzfilme können als Appetizer so richtig Lust aufs Nach- und Weiterdenken machen. Übers Leben sinnieren ist anregend und sehr unterhaltsam.
    Hier stelle ich zwei Portale vor, die vielfältigste Denkanstösse in kurzen Videosequenzen vermitteln.

    1. "Filosofix - Philosophie animiert" ist eine Plattform von SRF Kultur, die nicht nur Kurzfilme anbietet, sondern auch Gedankenexperimente und Selbsttests. Dabei wird beispielsweise folgenden Fragen nachgegangen:
    Was ist richtig? Was ist wirklich? Wer bin ich überhaupt? Bin ich frei? (Selbsttest) Was ist gerecht? Müssen wir helfen?

    2. The School of Life (gegründet von Alain de Botton) ist ein Video-Channel auf youtube, der sich ebenfalls ganz der Philosophie widmet. Über eine Million Aufrufe einer philosophischen Webseite sprechen für sich. Auch Alltagsthemen finden hier ihren Platz: Konsum, Musik, Liebe, Beziehungen etc.

    Die Kurzvideos sind in gut verständlichem Englisch professionell produziert und kostenlos abrufbar.
    "The School of Life is a place that tries to answer the great questions of life with the help of culture."

    Wozu dient Philosophie?
    Suizid
    Geschichte des Liebes-Begriffs
    Wozu Bildung?
    Wozu dienen Universitäten?
    Wie finde ich eine erfüllende Arbeit?
    Philosophische Meditation

    Auch bedeutende Philosophen werden vorgestellt, z.B.
    Buddha
    Platon
    René Descartes
    Immanuel Kant
    Karl Marx
    Friedrich Nietzsche
    Sigmund Freud
    Albert Camus
    Jean-Paul Sartre




    Samstag, 10. September 2016

    Die Herausforderungen der Digitalisierung für die Schulen

    In der oft polarisierenden Debatte um die Integration der modernen Medien in die Schule und den Unterricht rückt nur zu oft in den Hintergrund, dass es nicht primär um die neue Technik, sondern um die richtige Pädagogik geht.

    Die Publikation "Individuell fördern mit digitalen Medien" (Bertelsmann-Stiftung, 2015 ) trägt diesem Umstand Rechnung und setzt folgenden Titel an den Anfang einer umfassenden Darstellung der Chancen und Risiken digitaler Medien in der Schule:

    "Die Herausforderung der Digitalisierung: Pädagogik vor Technik"


    Link zu grosszügigen Textauszügen auf Google Books









    Eine ebenso beachtenswerte Publikation ist dieses Jahr von Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger, Informatikdidaktiker an der PH Schwyz, im hep-Verlag erschienen:
    "Mehr als 0 und 1. Schule in einer digitalisierten Welt." (Webseite zum Buch)


    Auch dies ist ein gelungener Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um die grossen Herausforderungen des Leitmedienwechsels (vom Buch zum Computer) für die Schule.
    Fragen die sich daraus ergeben und im Buch thematisiert werden:

    "Welche Kompetenzen benötigen Schülerinnen und Schüler in einer digitalisierten, zunehmend automatisierten Welt? Wie wichtig ist das Wissen im Kopf, wenn mobile Geräte stets Antworten parat haben?"

    Leseprobe





    Diese früheren Posts könnten Sie in diesem Zusammenhang auch interessieren:
    iPad-Kompendium von 2015 (erarbeitet unter der Leitung von Prof. Dr. André Bresges, Uni Köln)

    Vortrag von Dr. Jörg Dräger, Bertelsmann Stiftung zur Transformation der Bildung im digitalen Zeitalter

    Dienstag, 28. Juni 2016

    7 Praxis-Tipps für Einsteiger (Lehrpersonen)

    Grundlegendes für den Start, allfällige Befürchtungen

    Ist es notwendig, dass ich mir nun für den Unterricht auch ein iPad zulege?

    Absolut nötig ist das nicht, aber sinnvoll und praktisch. Denn mit dem iPad eröffnen sich völlig neue und motivierende Möglichkeiten für den Unterricht. Moderne, zeitgemässe Didaktik öffnet sich diesen neuen Möglichkeiten und setzt sie als sinnvolle und wirkungsvolle Ergänzungen ein. Auch für Erste Hilfe im Umgang mit dem iPad sind die SuS im 1. Semester noch froh. Und bei den Fortbildungsveranstaltungen für Einsteiger ist das iPad meist unabdingbar.

    Vor meiner ersten Tablet-Klasse: Wie früh soll ich mich mit dem iPad vertraut machen?

    Am besten nicht erst in den Sommerferien unmittelbar vor dem Schuljahresbeginn, damit man sich ohne Zeitdruck mit den grundlegenden Funktionen vertraut machen kann. Eine Hexerei ist das aber nicht, da man vieles schon vom Smartphone her kennt.

    Muss ich in meiner iPad-Klasse nun selbst auch immer mit dem iPad arbeiten/unterrichten?

    Nein, keineswegs. Abgesehen davon, dass wir sowieso Lehrmittelfreiheit haben, entscheide ich situativ und pragmatisch, ob ich etwas am iPad zeige (via Apple-TV, Beamer) oder wie bereits gewohnt am Sympodium (via Cloud-Dienste oder USB-Stick).

    Muss ich im Umgang mit dem iPad besser sein als alle SuS?

    Nein, keinesfalls! Es wird in jeder Klasse einige Power-User geben, die viel mehr können. Was aber für alle Beteiligten von Nutzen sein kann. Denn aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese ihre Hilfe gerne anbieten und der Rollentausch (SchülerIn lehrt Mitschüler und LehrerIn) eine schöne und wertvolle Bereicherung darstellt.

    Praxis-Tipps

    Tipp 1: Vorhandene Unterrichtsunterlagen digitalisieren (Schritt 1)

    Den gesamten eigenen Unterricht gleich von Beginn weg auf die neusten interaktiven und das Lernen individualisierenden Apps und Web 2.0 Tools umstellen zu wollen, ist zu ehrgeizig, weil zu aufwendig und zeitintensiv. Deshalb empfehle ich für die Startphase, erst einmal die bereits vorhandenen Unterlagen zu digitalisieren (z.B. einscannen) oder digital aufzubereiten, damit sie so an die SuS weitergegeben werden können (das spart pro Klasse und Jahr gegen 1000 Kopien!). Je nach Lust und Zeit wird man dann zunehmend auch gerne ganz neue Lernumgebungen kennenlernen und einführen wollen. (vgl. Schritt 2)

    Samstag, 27. Februar 2016

    Schach: Schachnovelle, App "Schach - Learn Chess", App "Schach Free"

    Eine wunderbare interdisziplinäre Ergänzung und Erweiterung des herkömmlichen Literaturunterrichts (Deutsch) ergibt sich durch den Einsatz passender Apps. Gezeigt sei dies hier am Beispiel der "Schachnovelle" von Stefan Zweig. Ab S. 21 der Taschenbuchausgabe (Fischer Verlag) sinniert der Ich-Erzähler über das Schachspiel als Kunst. SchülerInnen, die Schach noch nicht/kaum kennen, finden in der App Schach - Learn Chess (dt.) eine sehr verständliche und anschauliche Einführung in die Grundregeln.

    Jene, die das Schachspiel schon kennen, können mit der App Schach Free eine Partie gegen den Schach-Computer spielen, wobei sie auch Zug-Vorschläge erhalten können, um sich in ihrem Spiel zu verbessern. Noch mehr Wettkampf-Spass bietet die Möglichkeit, auf einem iPad direkt gegen MitschülerInnen zu spielen.

    Auf den Seiten 37ff der Schachnovelle wird eine Meisterpartie zwischen Alexander Aljechin (Weiss) und Efim Bogoljubov (Schwarz) aus dem Jahr 1922 (Bad Pistyan) erwähnt und von Dr. B. gleich auch analysiert. Das Bild zeigt die Stellung nach dem 38. Zug von Weiss. Dr. B. warnt in der Schachnovelle bei dieser Stellung davor, mit dem schwarzen Bauern von c2 nach c1 zu ziehen und eine Dame zu machen.
    in der Schachnovelle erwähne Stellung
    Hier einige weitere Möglichkeiten der Vertiefung:

    Eine ausführlichere Analyse der Partie enthält der Ausstellungs-Beitrag des Münchner Literaturhauses.

    Alle Züge der Partie auf chessgames.com

    Die Lasker-Gesellschaft hat eine vielseitige virtuelle Ausstellung zur Schachnovelle gestaltet. Sie lädt zur interaktiven Entdeckungsreise.

    Sonntag, 21. Februar 2016

    Powtoon: animierte Kurzfilme oder Präsentationen online produzieren

    Mit dem kostenlosen Webeditor Powtoon können animierte Kurzvideos online erstellt werden.
    Damit lassen sich auch witzige und überraschende Präsentationen gestaltet.

    Dies gelingt am einfachsten mit Vorlagen (Templates), von denen zahlreiche zu verschiedenen Themen und Anlässen zur Verfügung gestellt werden. Viele Design-Elemente können frei verwendet werden, zahlreiche weitere sind in der kostenpflichtigen Premium-Version zugänglich.

    In einem Beispiel werden die Vorteile einer Powtoon-Präsentation veranschaulicht.

    Und so können Lern-Clips oder Erklärvideos (ohne Kamera) erstellt werden:
    Lernclips erstellen

    Diese Anleitung zeigt, wie man vom Videoskript zum animierten Video gelangt:
    Anleitung: Schritt für Schritt

    Freitag, 27. November 2015

    Mobiles Lernen mit Tablet-Computern an niedersächsischen Schulen

    Tablet-Computer: Mehrwert oder Mehrkosten?

    Nach drei Jahren Pilotphase (2012-2015) mit Tablets (iPads) an 15 Schulen im deutschen Bundesland Niedersachsen liegt nun ein knapp 50 Seiten umfassender, detaillierter Projekt-Abschlussbericht vor.

    An der Evaluation waren 436 Personen (SchülerInnen, Lehrpersonen, Eltern, Schulleiter) beteiligt.

    Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts (vgl. PDF S. 33ff):

    • zeitgemässer Unterricht
    • Schaffung einer zentralen Plattform zu Kommunikation und Datenaustausch zwischen SuS und Lehrpersonen
    • gemeinsames Lernen miteinander und voneinander im Tabletunterricht
    • SuS haben weitaus höhere Medienkompetenz als gleichaltrige Vergleichsgruppen
    • interaktive Unterrichtsmaterialien ermöglichen einprägsameres Lernen
    • das selbstgesteuerte und individuell differenzierte Lernen wird gefördert
    • Unterricht wird spannender und aktueller
    • Lehrpersonen müssen voll hinter dem Projekt stehen

    Projekt-Abschlussbericht PDF

    Blog zum Projekt

    Samstag, 17. Oktober 2015

    Mit iOS 9 steigert Apple die Produktivität des iPad


    Das neue iOS 9 läuft auf allen Geräten, auf denen bereits iOS 8 funktioniert. Also auf allen Geräten ab iPhone 4S, iPad 2 und iPod touch der fünften Generation.

    Zur Verbesserung der Produktivität des iPad tragen v.a. vier Neuerungen bei:
    - bessere Möglichkeiten bei der Textverarbeitung (Kopfleiste Bildschirmtastatur, Zweifinger-Tippen zum Markieren)
    - Bild in Bild und Slide Over (verfügbar für iPad Pro, iPad Air oder neuer und iPad mini 2 oder neuer)
    - Split View (2 Apps gleichzeitig nebeneinander; verfügbar für iPad Pro, iPad Air 2 und iPad mini 4)
    - längere Betriebszeit, auch dank einem neuen Stromspar-Modus (ca 1h mehr Betriebszeit)



    In einer vierminütigen Video-Einführung von Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger) werden die wichtigsten Neuerungen verständlich erklärt.

    Apples Präsentation der Neuerungen von iOS 9


    Mittwoch, 16. September 2015

    Padlet im Unterricht: Posts als Pinwand-Collagen gestalten und teilen


    Padlet ist als multifunktionale Pinwand ideal geeignet für persönliche Notizen, Themen-Sammlungen, Schülerportfolios (einzeln) oder Gruppen-Portfolios bei Projekten mit Zusammenarbeit. Sogar eine eigene Webseite lässt sich mit Padlet sehr einfach einrichten.

    Die Teilnahme von anderen lässt sich über Facebook, Twitter, Google+, Pinterest, Tumblr, LinkedIn oder eMail-Einladung einrichten. Padlet funktioniert plattform-übergreifend auf Handy, Tablet, Laptop oder Desktop.

    Das Gestalten und Bearbeiten der Pinwand ist sehr intuitiv und kreativ möglich. Padlet ähnelt dabei etwas der App Linoit, ist aber vielseitiger in den Gestaltungsmöglichkeiten und enthält keine lästigen Werbebanner.

    Als "Bonbons" preist Padlet die Chrome App und das Wordpress Plugin an. Es gibt aber noch mehr Apps und Plugins, die Padlet erweitern. Mit dem Safari-Plugin ("Post to Padlet") können Bilder, Videos und Webseiten mit anderthalb Clicks sehr einfach und schnell hinzugefügt werden.

    Exportiert werden kann eine Padlet-Pinwand als Bild, als PDF, Excel- oder csv-Datei. Sie kann auch gedruckt, über E-Mail versendet oder als RSS-Feed abonniert werden.

    Anleitung deutsch (mit Ideen für Unterrichtsszenarien) als PDF von Birgitta Loucky-Reisner
    Also: Auf die Plätze, padlet, los!

    Features
    Website
    Appstore




    Mittwoch, 19. August 2015

    Das iPad-Kompendium. Die wichtigsten Informationen für Politik, Schulträger, Lehrkräfte und Eltern

    Das Institut für Physik und ihre Didaktik der Uni Köln erforscht seit 2007 die Nutzung digitaler Medien in Schule und Hochschule.
    Der aus dieser Forschung hervorgegangene 40-seitige Leitfaden von Prof. Dr. André Bresges, Direktor der math.-naturwiss. Fakultät der Uni Köln, bietet überzeugende Antworten auf Fragen, die sich bei der Einführung von iPads in Schulen ergeben.
    Neben Fragen aus der Forschung zur Beurteilung des unterrichtlichen Mehrwertes wird auch auf praktische Fragen zur IT-Infrastruktur und zur Finanzierung geantwortet.

    Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

    • Was bringen uns iPad-Klassen, auch im internationalen Vergleich?
    • Wie sieht ein typisches iPad-Klassen-Szenario aus?
    • Unterstützen iPads bei Migration, Integration und Inklusion?
    • Lernen Schüler mit dem iPad besser?
    • Wie wird in einer iPad-Klasse unterrichtet?
    • Wird das iPad im Unterricht auch umfassend genutzt?
    • Noch mehr Zeit mit Computer / Co. - ist das gut?

    Einen ersten Überblick erhält man auch auf der Homepage http://www.tablets-im-unterricht.de
    Empfehlenswert ist aber vor allem der Download des kostenlosen iBooks im App-Store.

    Donnerstag, 21. Mai 2015

    "Künftig soll jeder Schüler ein eigenes Tablet besitzen"


    "Tablet-Computer eignen sich in der Volksschule gut als Lehr- und Lerninstrument. Dieses Fazit zieht der Kanton Solothurn nach dem zweijährigen Pilotprojekt «myPad» in 14 Schulklassen.
    "MyPad" habe den Unterricht bereichert und sei bei fast allen Beteiligten sehr gut angekommen, heisst es im am Donnerstag (21.5.15) veröffentlichten Schlussbericht zum neuartigen Versuch. Den Bericht verfasste die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Kantons Solothurn."

    Mittwoch, 20. Mai 2015

    Smarte Geräte für smartes Lernen? Ein Interview mit Medienpädagoge Philippe Wampfler


    Die Online-Zeitschrift watson veröffentlichte heute ein lesenswertes Interview mit dem Schweizer Pionier in Sachen Medienpädagogik (digitale Medien), Philippe Wampfler.
    Darin lassen sich pointierte Aussagen finden wie:
    «Mit dem Handy weiss die Klasse schlicht mehr als der Lehrer. Damit muss er umgehen können.» oder «Smarte Geräte gehören zur Realität. Sie aus der Schule auszuschliessen, ist ein Witz.»
    hier weiterlesen